Ja, ich war gestern mal wieder in einer Preview im Cine. Meine dauernde Angst, es könnte eine Horrorfilm sein, wurde zum Glück nicht bestätigt. Doch ob das, was da kam, besser war, weiß ich noch nicht so genau.
Der Film spielt in Korea um 1950, also koreanischer Krieg. Sehr toll..... Zwei Brüder aus Südkorea werden eingezogen, der eine ist Schüler und hat ein schwaches Herz, der andere hat die Schule für seinen kleinen Bruder aufgegeben, ist Schuhputzer und hat eine Verlobte. Ihr Vater ist vor über 10 Jahren gestorben und die Mutter hat seit diesem Tag ihre Stimme verloren. Na ja, jedenfalls landen die beiden an der Front und kämpfen gegen die Kommunisten. Während der ältere (der Schuheputzer) versucht, einen Orden zu bekommen, damit sein kleiner Bruder wieder nach Hause geschickt werden kann, hasst der kleine den Krieg. Es kommt, wie es kommen musste: Der ältere wird von der Sucht nach Orden bestimmt, behandelt Kriegsgefangene schlecht und interessiert sich nicht mehr für das Schicksal seiner früheren Mitgefreiten (er wurde durch seinen Mut mittlerweile zum Unteroffizier befördert). Der jüngere sieht diese Entwicklung mit Sorge und kritisiert seinen Bruder andauernd. Als dieser veranlasst, den früher besten Freund der Brüder zu erschießen, weil er von den Kommunisten zwangsrekrutiert wurde, flippt der kleine endgültig aus und möchte mit seinem Bruder nichts mehr zu tun haben. Auf der Durchreise läuft er an ihrem früheren Zuause vorbei und unterhält sich gerade mit der Verlobten des Bruders, als Gehiemdiensttruppen kommen und sie mitnehmen. Ihr wird vorgeworfen, sie sei Kommunistin, weil sie auf sämtlichen kommunistischen Veranstaltungen war und Dinge unterschrieben hat, weil dies die einzige Möglichkeit war, irgendwie an essen zu kommen. Im letzten Moment geht ihr Verlobter, dem kleinen Bruder gefolgt, dazwischen und es beginnt eine Schießerei, bei der sie von Wachleuten erschossen wird. Die Brüder werden festgenommen, der kleine sitzt im Gefängnis, der Unteroffizier muss nur seinen Orden zurückgeben. In diesem Moment wird eine Angriff auf das Lager gestartet und es wird befohlen, alle Gefangenen zu verbrennen. Der Schuhputzer kommt zu spät - das Gebäude steht in Flammen.
Der jüngere konnte jedoch daraus entkommen und liegt im Krankenhaus. Dort erfährt er, dass sein Bruder denkt, er sei tot, und zu den Kommunisten gewechselt hat. Er möchte nun zurück an die Front, um den Bruder wieder zurückzuholen.
Zu viel verraten möchte ich nicht, auf jeden Fall stirbt einer von beiden (was man jedoch schon zu Beginn des Films erfährt), der andere kehrt zur Mutter zurück und führt sein Leben (so gut es geht) weiter.
Sehr, sehr toll. Viel, viel Blut. Maden im Bauch, Amptuationen, Kopfschüsse, alles war dabei. Kein Film für mich. Außerdem war er mit 2 1/2 Stunden eindeutig zu lang. Man hat nur noch darauf gewartet, dass endlich einer stirbt und der Film aus ist. So sollte es natürlich nicht sein. Eine Stunde kürzer hätte es schon sein können.
Wer auf Krieg, Blut, zu laute Musik und ein bisschen Tragik steht, dem gefällt der Film gestimmt, aber für mich war nicht so geeignet....... und dafür hab ich die zweite Halbzeit verpasst *ärger*
PS.: Für alle Deutsch-LKler: "Das Fest" läuft ab heute im Cine!!!! Da muss ich unbedingt rein!!!! (Mal schauen, ob sich da auch einer auszeiht ;-) )